Museale Unterwelt

Diese Arbeit, die Oliver Wachenfeld bereits 2001 begonnen hat und immer noch weiterführt, beschäftigt sich mit der Themenstellung „Die Sammlung – Konzeption und Entwurf einer Publikation über das Sammeln in Naturkundlichen Museen.“ Während der vergangenen Jahrhunderte wurden unzählige Tiere präpariert und Mineralien gesammelt. Die Zurschaustellung galt als kulturelle Leistung und war schon zur Zeit der italienischen Renaissance zur Organisation der Wunderkammern strukturbildend. Mittlerweile ist der Bestand durch das kontinuierliche Sammeln, durch Ankäufe und Schenkungen so groß, vielfältig und unübersichtlich, dass viele Objekte in den Sammlungen untergehen. Da diese ‚Unterwelt‘ – im Gegensatz zu den Ausstellungen – weder einer Selektion noch einer Inszenierung bedarf, ähnelt deshalb auch die Serie durch die Anordnung der Bilder einem Naturalienkabinett, das eine Stimmung von Skurrilität, Witzigkeit und Fabelhaftigkeit entstehen lässt. Ziel der Arbeit ist es, ein Gesamtbild über die Situation und den Zustand von Sammlungen bezüglich der Vielfalt in Naturkundlichen Museen zu schaffen. Um direkte Bewertungen zu vermeiden, soll dabei weder das Portrait eines einzelnen Museums im Vordergrund stehen, noch sollen mehrere Museen in thematischen Bezug zueinander gesetzt werden. Abweichend von einer reinen Wiedergabe der Ausstellungen habe ich mich entschieden, unter dem Titel: „Museale Unterwelt“ die meist unbekannte, nicht nur vor der Öffentlichkeit verborgene, sondern auch umfangreichere Seite der Museen uninszeniert abzubilden. (Museen in: Bonn, Chemnitz, Hamburg, München, Bamberg, Darmstadt, Karlsruhe, Cismar, Görlitz, Düsseldorf, Stuttgart, Wien, Bern, Brüssel, Strassburg, Nijmegen)

Museen einzeln betrachtet:

Aquazoo Löbbecke Museum, Düsseldorf (2014)

Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn (2013, 2014)